Übernommen und bearbeitet von Manfred Peters ( CCL AG )
VoIP immer wichtiger als Substitut herkömmlicher Telefonie – damit werden selbst Flatrates wie Premium-Flat oder Power-Flat von derzeit 6,95 Euro monatlich für deutsche Festnetzanschlüsse zu kämpfen haben. Vorausgesetzt natürlich, die Nutzer finden sich derzeit noch mit etwas komplexeren Telefon Methoden ab.
Die CCL AG (www.ccl.de) bietet in Kooperation mit der Get4 GmbH (http://www.get-4.com/), Potsdam sowie der VR Com GmbH aus München (http://www.vr-com.de/) ab dem 15.5.2008 als erster deutscher Vertrieb den Kunden der Deutschen Telekom AG eine Festnetz Flatrate per Voreinstellung von nur noch 6,95€ monatlich inkl. MwSt an. Ab dem dritten Monat erhöht sich diese Schnupperrate um drei Euro im Monat. Verbunden mit diesem Angebot ist eine 24-monatige Preisgarantie. Manfred Peters, Vorstand der CCL AG meint dazu: “Hiermit ist das unterste Ende der “Preisspirale” in klassischer Telefonie erreicht”. Billiger geht´s in Zukunft nur noch per Internet-Telefonie - wie sie heute bereits von einigen Spezialanbietern oder von Kabelnetzbetreibern eingesetzt wird. Dabei sparen die Anbieter das sog. A-Leg und subtituieren dies im Rahmen der DSL-Flatrates, über deren Leitungen auch UDP-Pakete (ein Derivat der TCP-IP Paketvermittlung) bis zur Vermittlungseinrichting fliessen. Hat der Angerufene ebenfalls einen Voice Over Internet Protocol (VoIP) Anschluss, wird auch dieser Teil eines Gespräches (B-Leg) über das Internet-Protokoll abgewickelt. Auf der Distanzstrecke - also im Backbone (www.google.de Stichworte VoIP im Carrier Backboine) - wird von den Carriern heute ohnehin fast nur noch mit IP-Telefonie gearbeitet - das senkt die Anschaffungs- und Betriebskosten ungemein.
Mit dem neuen n-standard (http://de.wikipedia.org/wiki/IEEE_802.11n) wird diese Art der Verbindung bereits ab diesem Jahr nochmals rationeller, erklärt Uwe Kleinelanghorst, ebenfalls von der CCL AG.
Zurück zur Technologie Basis:
Der erste Entwurf des Standards IEEE 802.11n, auch bekannt als NWLAN, wurde am 20. Januar 2006 verabschiedet. (Siehe auch http://www.n-standard.org) Er wird nach der endgültigen Verabschiedung eine Technik zum Aufbau von drahtlosen lokalen Netzwerken definieren. Die angepeilten Bruttodatenraten sollen nach den derzeit verfügbaren Informationen bei maximal 600 Mbps liegen. Dazu werden mehrere Sende- und Empfangsantennen eingesetzt. Auch wird in Hinblick auf mobile Anwendungen ein geringerer Stromverbrauch spezifiziert. Der noch kommende zweite Entwurf wird genauere Vorgaben setzen und den Herstellern in der Auslegung weniger Freiraum lassen, wodurch die bisher nur bedingte Kompatibilität verbessert werden soll.
Insgesamt 27 Unternehmen aus dem Bereich WLAN haben sich im neuen Enhanced Wireless Consortium (EWC) unter der Leitung von Intel zusammengefunden, um den kommenden WLAN-Standard IEEE 802.11n voranzutreiben.
Zu den Mitgliedern des EWC zählen unter anderem Apple, Atheros, Broadcom, Buffalo, Cisco, Conexant, D-Link, Foundry, Intel, Lenovo, Linksys, Netgear, Sanyo, Sony, Ralink und Toshiba. Damit sind Unternehmen aus den beiden bislang konkurrierenden Lagern mit von der Partie, prominente Namen wie Motorola und Agere fehlen allerdings.
802.11n soll zur Datenübertragung die Technik Multiple Input Multiple Output (MIMO) nutzen. Dadurch sollen von bestehenden WLAN-Techniken erreichte Datenraten über größere Distanzen erreicht werden oder aber auf gleicher Distanz eine höhere Datenrate als bisher ermöglicht werden. Durch eine 20 MHz bzw. 40 MHz Kanalverbreiterung und mehrere Kompatibilität.
WLANs nach 802.11n sind zu den Netzen 802.11b und 802.11g kompatibel.
Stand der Ratifizierung
Der neue 802.11n WLAN-Standard sollte ursprünglich Mitte 2007 von der IEEE verabschiedet werden. Im Mai 2006 wurde ein finaler Entwurf jedoch nicht angenommen und zurückgewiesen. Allerdings liegt die Entwicklung des neuen Standards trotz dieser Zurückweisung noch voll im Zeitplan und große Änderungen im bisherigen Entwurf sind nicht mehr zu erwarten.
Im November 2007 wurde der Entwurf in Version 3 mehrheitlich in Atlanta verabschiedet. Es wird damit gerechnet im März 2008 den Entwurf in Fassung 4 zu verabschieden. Der jetzige Zeitplan sieht eine finale Ratifizierung von 802.11n für Juni 2009 vor.
Aktuell
Am 20. Januar 2006 wurde der erste Entwurf des neuen Standards von der Task Group n (TGn) des IEEE angenommen, mit 184 Ja-Stimmen, keinem Nein und vier Enthaltungen. Im Januar 2006 billigte das US-amerikanische Standardisierungsgremium IEEE einen Vorschlag der Arbeitsgruppe Enhanced Wireless Consortium (EWC) IEEE als Draft-IEEE-802.11n-Proposal.
Im März 2006 hat das IEEE einstimmig einen Entwurf (Draft) genehmigt, von dem angenommen wird, dass er sich als Standard der nächsten Generation für Wireless-Netzwerke etablieren wird. Zum ersten Mal wurde in diesem Vorschlag (neben zahlreichen anderen Neuerungen) die Technologie der MIMO-OFDM bei einem drahtlosen Übertragungsverfahren gefordert. Im ersten und zweiten Quartal 2006 erschienen dann bereits die ersten so genannten Pre-n-WLAN-Produkte auf dem Markt. Herzstücke dieser Produkte sind hochintegrierte MIMO-Chipsets der Firmen Airgo Networks Inc. oder Ralink Technology Corp. Der neue Standard soll WLANs zu größerer Reichweite und mehr Geschwindigkeit als die aktuellen 802.11g-Standards verhelfen. Ein integriertes Management für die Dienstgüte - engl.: Quality of Service (QoS) - soll für ruckfreie Sprach- und Videoübertragung sorgen.
Die Technologie, die entscheidende Verbesserungen in puncto Geschwindigkeit und Reichweite ermöglicht, ist unter der Bezeichnung MIMO (Multiple-in, Multiple-out) bekannt. MIMO arbeitet mit mehreren Antennen und mehreren Sendern und Empfängern, die mehrere Wireless-Signale auf dem selben Kanal empfangen, aber auf unterschiedlichen Wegen senden können. Die Einbeziehung der Mehrwegeausbreitung führt zu einer deutlich größeren Reichweite, als sie 802.11g-Produkte ermöglichen. Über ein und denselben Kanal können mehrere Content-Ströme in so genannten Layern gleichzeitig übertragen werden, wodurch die Kapazität der einzelnen Kanäle vervielfacht wird. Darüber hinaus können 802.11n-WLAN-Komponenten auf zwei gekoppelten 20-MHz-Kanälen (sofern verfügbar) arbeiten, wodurch sich die Kapazität noch einmal verdoppeln lässt, so dass eine 12-mal höhere Geschwindigkeit als mit 802.11g-Produkten erreicht wird.
802.11n kann sowohl im 2,4-GHz-Frequenzbereich, als auch im 5-GHz-Frequenzbereich arbeiten. 802.11n ist abwärtskompatibel mit den WLAN-Standards “a” und “b”/”g”, die Kompatibilität kostet aber etwas Durchsatz und ist daher oft abschaltbar (”Greenfield-Modus”).
802.11n erreicht pro parallelem Content-Strom maximal 150 Mbit/s (brutto), für höhere Datenraten müssen daher mehrere (bis zu 4 ) Ströme gebündelt werden, was eine entsprechende Anzahl Sende- und Empfangsantennen voraussetzt. Konstruktionen mit mehr Antennen als parallelen Strömen sind möglich (z.B. 2 Ströme / 300MBit/s mit 3 Antennen).
Apple stattet mittlerweile fast alle Mac-Computer mit Intel Core-2-Duo-Prozessor mit 802.11n aus. Wie schon bei 802.11b versucht Apple sich weit vor anderen Firmen am Markt mit dem neuesten WLAN-Standard zu etablieren. Apple stellte auf der “Macworld Expo”-Keynote im Januar 2007 das Media Center “AppleTV” vor und auch eine neue Airport-Extreme-Basisstation. Beide Geräte arbeiten mit einem, dem vorläufigen Entwurf entsprechenden, 802.11n-Standard. Weitere Draft-n-Produkte sind bereits von Asus, AVM, Belkin, Cisco, D-Link, DrayTek, Edimax, Linksys, Netgear und Toshiba im Handel.
Nach und nach setzen nun alle großen Hersteller auf den neuen Funk-Standard, der auch unter dem Namen “Multiple Input Multiple Output” (MIMO) bekannt ist. Auf der CeBit 2007 stellt AVM die neue Fritz!Box Fon WLAN 7270 vor, die mit 802.11n funkt.